Wohnungssuche

Gesundheit im Quartier

Die Hallesche Wohnungsgenossenschaft FREIHEIT eG hat mit dem Projekt „Gesundheit im Quartier“ eine fachübergreifende Plattform geschaffen, die sich den vielfältigen Herausforderungen durch den demografischen Wandel stellt. Gemeinsam mit verschiedenen Projektpartnern wie Krankenkassen, Krankenhäusern, universitären Einrichtungen, Sanitätshäusern bis hin zu Innenarchitekten und Kreditinstituten werden Lösungen erarbeitet, die es älteren Menschen ermöglichen sollen, lange in ihrer Wohnung und damit in ihrem vertrauten Umfeld zu bleiben.

Modellprojekt "Wohnen mit Demenz"

Mit zunehmendem Alter können sich die Anforderungen an die eigenen vier Wände und an das Wohnumfeld gravierend verändern. Um dieser Problematik Rechnung zu tragen, ist mit dem Modellprojekt „Wohnen mit Demenz“, in Zusammenarbeit mit der AOK Sachsen-Anhalt, ein zentraler Baustein im Themenkomplex „Gesundheit im Quartier“ entstanden.

Derzeit leben in Deutschland zwei von drei Menschen mit der Diagnose Demenz in ganz normalen Wohnungen. Werden der ältere Mensch und seine Angehörigen mit der Diagnose Demenz konfrontiert, stellt sich in diesem Zusammenhang auch akut die Frage, ist es weiterhin möglich zuhause zu wohnen. Die Wohnung und das gewohnte Wohnumfeld sind für viele ältere Menschen die Orte jahrzehntelanger Erinnerungen. Der Denkansatz dieses Modellprojektes ist es, in einer bestehenden Wohnung, möglichst ohne oder nur mit geringfügigen Grundrissveränderungen und ohne wesentlichen Eingriff in die Bausubstanz auf die Störung des Gedächtnisses und die motorischen Beeinträchtigungen des bzw. der Betroffenen zu reagieren. Wichtige Aspekte sind neben dem übersichtlichen Wohnungszuschnitt die Ausleuchtung der Wohnung, die Farbauswahl für Wände, Fußböden und Möbel sowie die technische Ausstattung (z. B. zentrale Abschaltung der Elektrik). Um den physischen Beeinträchtigungen Rechnung zu tragen, ist das Bad mit einer Komfort-Toilette und einer Wanne mit seitlichem Einstieg ausgestattet. Für Angehörige und Pflegepersonal ist ein Rückzugsraum vorgesehen.
„Bausteine“ dieser Wohnung sind auch in anderen Wohnungen im Bestand der HWF einsetzbar. Zu den Möglichkeiten und den Kosten können Sie sich ausführlich in der Geschäftsstelle der HWF beraten lassen. Zudem können Sie gern einen individuellen Besichtungtermin vereinbaren. Einen weitergehenden Einblick in die Ausstattung der Wohnung gibt die Broschüre „Modellprojekt: Wohnen mit Demenz“, die Sie  kostenlos am Empfang in der Geschäftsstelle der HWF in der Freyburger Str. 3 erhalten oder.
Die Broschüre steht auch zum Download bereit.


Pressekonferenz „Sachsen-Anhalt DIGITAL – Landesweit erstes Projekt ‚Wohnen mit Telemedizin‘ Halle (Saale) 4.0“    

Am 17.11.2016 lud die Hallesche Wohnungsgenossenschaft FREIHEIT eG in die Begegnungsstätte des Königsviertels in der Niemeyerstraße 21 ein, um das Projekt „Wohnen mit Telemedizin“ gemeinsam mit den Projektpartnern und dem Schirmherrn Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, der Öffentlichkeit vorzustellen. Zum Netzwerk gehören neben der HWF die AOK Sachsen-Anhalt, die Telekom, das Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle, die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt, die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, das IFAK Institut für Automation und Kommunikation, die DKB Deutsche Kreditbank AG, die Kanzlei Dr. Strich und die Strehlow GmbH.
Dieses „deutschlandweit einzigartige Netzwerk“, so Peter Löbus, Leiter der Stabstelle Alternative Versorgungsmodelle der AOK Sachsen-Anhalt, präsentierte die erste funktionsfähige telemedizinische Anwendung.
Dazu richtete die HWF in einem Raum der Begegnungsstätte einen „Telemed-Punkt“ ein, in dem Patienten selbstständig oder mit Hilfe einer „Telenurse“ Werte wie Blutdruck, Gewicht oder Blutzucker messen und diese Daten über eine Handy-App verschlüsselt an den Arzt übermitteln können.
Ziel des Netzwerkes ist es, die Einführung telemedizinischer Anwendungen zu forcieren, um zum einen dem demografischen Wandel gerecht zu werden, von dem besonders Sachsen-Anhalt betroffen ist. Zum anderen kann die Telemedizin dazu beitragen, dass Patienten länger in ihrem vertrauten Umfeld wohnen bleiben können.
„Der Ausbau des schnellen Datennetzes in Sachsen-Anhalt dient nicht nur dem Zweck der Freizeitgestaltung, sondern soll den Bürgerinnen und Bürgern des Landes Angebote bereitstellen, die, wie die Telemedizin, wirklich existentiell sind und zur Daseinsvorsorge gehören“, so Dr. Haseloff. Zudem bedankte sich der Ministerpräsident bei den beteiligten Akteuren und würdigte die HWF als eine der innovativsten Genossenschaften des Landes.
 „Telemedizin ist eine weitere Innovation für das genossenschaftliche Wohnen der Zukunft in Sachsen-Anhalt“, so Dirk Neumann, Vorstand der HWF.

2018 Hallesche Wohnungsgenossenschaft FREIHEIT eG